Gemeinsam unter einem Hut – Unsere Schule in Dätzingen
Die Schule in Dätzingen blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Bereits 1784/85 wurde hier die Schulpflicht eingeführt – ein früher Schritt hin zu Bildung, Gemeinschaft und Verantwortung. Seitdem ist unsere Schule ein fester Bestandteil des dörflichen Lebens und ein Ort des Lernens für viele Generationen.
Heute verbinden wir diese Tradition mit einem modernen pädagogischen Verständnis. Unter unserem Schulmotto
„Gemeinsam unter einem Hut“ leben wir ein wertschätzendes, offenes und unterstützendes Miteinander. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und alle am Schulleben Beteiligten bilden eine Gemeinschaft, in der sich jedes Kind angenommen, gestärkt und gefördert fühlen soll.
Unsere Schule ist ein Ort, an dem
- Vielfalt willkommen ist,
- Talente entdeckt werden,
- soziales Lernen ebenso wichtig ist wie fachliche Bildung und
- Gemeinschaft täglich gelebt wird.
So entsteht ein Lernraum, in dem sich Kinder individuell entwickeln und gemeinsam wachsen können – eben gemeinsam unter einem Hut.
Geschichte
In Dätzingen wurde die Schulpflicht 1784/55 vom Johanniter Komtur J.A.B. von Flachslanden eingeführt. Auf der Suche nach einer Lehrerwohnung entschied die Gemeinde den Bau eines Schulhauses mit Wohnung. Nach Plänen und unter Bauleitung von Oberamtsbaumeister Baumann aus Böblingen wurde der Bau im Frühjahr begonnen und bereits im Herbst 1914 fertig gestellt. Wegen des I. Weltkrieges wurde die Schulstelle erst im September 1915 ausgeschrieben und ab 1. Februar 1916 mit Herrn Libert Duttlinger besetzt. Ein Lehrer für Generationen. Angetreten im Kaiserreich durfte er als Beamter das Kaiserreich und sein Ende, die Weimarer Republik mit Inflation, das 1000-jährige Reich und Weltkrieg II, Württemberg sowie das Land Baden-Württemberg überzeugend vertreten.
Wegen seiner Funktion als Zellenwart während der NS-Zeit war er in der amerikanischen Besatzungszeit vom Schuldienst suspendiert, durfte aber weiterhin in der Schule wohnen. In den 20er Jahren errichtete der Turnverein eine Übungshalle, an die später ein überdachter Pausengang und ein Pavillon angebaut wurden. Im Wirtschaftswunderland wurden die Kleingebäude durch einen Neubau ersetzt. Nicht katholische Schüler durften den etwas längeren Schulweg nach Schafhausen antreten. Der Versuch nach Kriegsende die Konfessionsschule wieder einzuführen ist gescheitert.

